Freitag, 12. September 2008

Erik-Sohn der Seefahrer

Große Neuigkeiten! Erik-Sohns Wunsch, ein seefahrender Elch zu werden ist in Erfüllung gegangen! Als erfahrene Bootsmaus habe ich zuerst mit meinen Freunden Seemannsknoten studiert.
Danach sind wir an Bord, und hinaus, aufs Meer.
Wir sind alle drei nicht seekrank geworden…(zum Unterschied zu Frauchen. Die hält aber auch gar nichts aus und sollte sich ein Beispiel an uns wackeren Plüschtieren nehmen. Jawohl.) Mit kleinen Schwierigkeiten hatten wir schon zu kämpfen.
Erik-Sohn hat feststellen müssen, dass es für ein Huftier schwierig ist, sich festzuklammern, und er ist von seinem Ausguck herunter geplumpst. (Zum Glück ist er weich gefallen.) Bärchen ist hinter einen Sitz gerutscht und hatte Angst, verloren zu gehen (wurde aber gleich gerettet).Mich hat es auch ganz ordentlich herumgeschleudert, aber schließlich bin ich das Plüschtier mit der meisten Erfahrung auf See. Bärchen war beruhigt, nachdem ich es mit meinem Schwanz festgebunden habe. Erik-Sohn hat nach seinen anfänglichen Problemen bald gelernt, wie er sich am besten festhält. Es war eine aufregende Fahrt. Bis zu einer Insel und wieder zurück.
Am Heimweg haben wir noch die Bekanntschaft zweier sehr unternehmungslustiger Bären, die auf einem Motorrad von Tirol angereist waren. Wilde Kerle, richtige Abenteurer. Faszinierend. Ich bin etwas neidisch, aber nicht auf den Schmutz, der sich in ihrem Fell angesammelt hat. Motorradfahren scheint nur für waschbare Plüschtiere geeignet zu sein.

Der Eisvogel

Gestern musste Frauchen frischen Käse kaufen und ich hab so getan, als würde ich mich aus Angst, wieder fallen gelassen zu werden nicht trauen, mit zukommen. Erik-Sohn hat also allein mitfahren dürfen. Frauchen hatte zwar wieder ein schlechtes Gewissen, aber ich habe festgestellt, dass beleidigt spielen nicht besonders lustig ist. Nachmittags sind wir also alle gemeinsam mit dem Boot auf den Fluss gefahren. Die Besitzer, Erik-Sohn, der kleine Kuschelbär aus Gastein und ich. Es war toll. Wir haben in der Sonne gelegen und uns in den leichten Wellen geschaukelt. Sogar Eisvögel waren zu beobachten. Das Schilf klingt sehr angenehm, wenn leichter Wind darüber streift. Urlaub machen ist herrlich!!

Freitag, 5. September 2008

Italien

Wir sind jetzt in Italien im Urlaub. Erik-Sohn durfte mit und freut sich sehr. Er hat schon das Mittelmeer gesehen und einen kleinen Radausflug gemacht. Ich musste mich sehr über mein Frauchen ärgern! Sie hat mich auf der Strasse fallen lassen! Mitten hinein in einen Fleck Motoröl!!! Pfui Teufel! Also, wenn ich nicht mein Mäusegewand angehabt hätte, wäre es mir schlimm ergangen. So musste nur mein Mäntelchen mehrfach mit Seife gewaschen werden und Frauchen versucht, meine Stimmung mit Lavendelduft, diversen Käse und eifrigem Tagebuchschreiben zu verbessern. Es funktioniert. Grrr…mich fallen lassen….grrrr….aber schnell geht es nicht mit dem Verzeihen.

Mittwoch, 27. August 2008

Erik-Sohn im Zoo

Wirklich nett von meiner Freundin Maus, dass sie vorgeschlagen hat, dass ich ihr Frauchen in den Zoo begleiten sollte. Es war furchtbar aufregend und toll. Ich hab eine Menge Tiere gesehen, die es auch in Schweden gibt. Inzwischen fühle ich mich zwar schon als österreichischer Elch, aber ich denke noch gerne an das Land, in dem ich genäht worden bin zurück. Zwar gab es im Zoo außer mir keine Elche, aber ich konnte Rentiere, Bären, Luchse und Wölfe beobachten. Außerdem gab es noch eine ganze Menge anderer Tiere, auch viele Tierjunge. Maus ist mit vielen Zootieren praktisch auf freundschaftlichem Fuß, so oft besucht sie sie. Nicht vom Zoo und nicht vom anschließenden Besuch am wiener Naschmarkt. Der ist wirklich ein kleines Paradies, besonders für Vegetarier. Eine riesige Auswahl an Gemüse, Obst und Kräutern, die jedes Pflanzenfresserherz höher schlagen lässt. Wir sind auch mit ganz exotischen Obstsorten nach Hause zur Maus gekommen. Schlangenfrucht, Jack Fruit, frische dunkle Datteln und Flugmangos. Die Maus hat die Schlangenfrüchte unheimlich gefunden und sich gefurchten. Das soll ich aber nicht verraten, hat sie gesagt. Upps.

Freitag, 15. August 2008

Sitzenberg

Ich habe mit Erik-Sohn wieder einen kleinen Ausflug gemacht. Unterwegs sind wir einem Schwan mit zwei ziemlich kleinen Jungen begegnet. Die waren so zahm, dass man bis auf einen einzigen Schritt an sie herangehen konnte, ohne dass sie auch nur gezischt hätten. Leider hatten wir keine Kamera mit. Das hätte ein tolles Bild gegeben. Wir sind bis Sitzenberg geradelt. Da gibt es eine See mit riesigen Karpfen, die aussahen, als könnten sie eine Maus im Ganzen herunterschlucken. Diese Karpfen sind immer wieder teilweise aus dem Wasser gesprungen, dass es ganz laut geplatscht hat. Am See ist ein Hügel, auf dem ein ganz hübsches Schloss steht. Eigentlich kein Berg, dass lasst euch von einer Maus, die regelmäßig in den Bergen Urlaub macht, gesagt sein. Also: die Schlossbesitzer schwindeln, wenn sie sagen, dass ihr Schloss auf einem Berg sitzt, aber es ist hübsch anzusehen. So über dem See mit dem Schilf, den Seerosen und dem bewaldetem Ufer. Auf dem Rückweg hat mich ein Falke erschreckt. Er ist unheimlich nahe herangeflogen, ehe er abgedreht hat. Wenn ich so nachdenke...die wilden Mäuse haben wirklich kein leichtes Leben. Als Plüschtier habe ich es da schon viel besser.

Sonntag, 3. August 2008

Holly wird operiert

Vorige Woche war ein Plüschhase bei mir zu Besuch. Holly. Sie hatte ein schlimmes Problem. Ihr Kopf wollte einfach nicht mehr aufrecht bleiben und so ließ sie ihn immer ganz traurig hängen. Mein Frauchen meinte, eine Operation würde helfen. Holly wohnt bei meinem Freund Erik-sohn und den Schäfinnen. Die kennen Frauchens Fähigkeiten bei Plüschtier-OPs. Frauchen musste sich schon einmal um ein schwer verletztes Schafsbein kümmern. Und ich hatte schon einmal eine Schwanz-Transplantation notwendig. Jetzt hat sie sich auch um die Häsin gekümmert. Erst in der Waschmaschine im Wollprogramm desinfiziert. (Schrecklicher Anblick! Ich war voll Mitleid!) Danach einige Zeit getrocknet und dann mit einer Portion Amaretto betäubt. Holly fand diesen Teil der Geschichte am besten. Sie behauptet sogar, weiße Kaninchen gesehen zu haben und hat die ganze Zeit gekichert. Die Operation selbst war sehr unheimlich.
Der Rücken wurde aufgeschnitten und Frauchen fummelte in Hollys Innerem herum. Nach einer Weile hat sie begonnen, ganz viel weißes Zeug in Holly reinzustopfen. Holly wurde ganz schön mollig davon. Aber das Halsproblem war danach beseitigt. Die Häsin wollte dann eine Abmagerungsdiät starten, aber Frauchen hat ihr versichert, dass das Halsproblem dann wiederkehren würde. Holly hatte ein bisschen Angst, was ihre Besitzer zu dieser Figuränderung sagen wurden. Ist aber alles gut gegangen. Gott sei Dank.

Donnerstag, 17. Juli 2008

Marillen

Diesmal ist es mir gelungen, Erik-Sohns Besitzer zu überreden, ihn bei mir Urlaub machen zu lassen. Das findet er viel besser, als sich fortgeschlichen zu haben, denn da hatte er ein ganz schön schlechtes Gewissen. Mein Frauchen hat jetzt viel zu tun, deshalb werden weniger Ausflüge möglich sein, aber das ist nicht so schlimm. Wir spielen im Garten und im Haus. Wir helfen beim Kochen. Zum Beispiel als Marillenkuchen Tester. Frauchen machte verschiedene Marillenkuchen, und wir helfen dann, zu entscheiden, welcher der beste ist. (Gewonnen hat: "Dunkler Obstkuchen mit Marillen" vor "Marillen-Kokos-Kuchen") Außerdem haben wir viel Marmelade eingekocht. (Für unsere Freunde außerhalb Österreichs: Marmelade ist Konfitüre und Marillen sind Aprikosen.) Gestern hat Frauchen wieder was neues gekocht. Nudelteigtasche mit Spinatfüllung. Das Gericht wird mit Bergkäse bestreut serviert. Ratet mal, wer seine große Nase darüber gehalten hat und kaum vom Tellerrand weg zu scheuchen war.....