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Sonntag, 3. August 2008

Holly wird operiert

Vorige Woche war ein Plüschhase bei mir zu Besuch. Holly. Sie hatte ein schlimmes Problem. Ihr Kopf wollte einfach nicht mehr aufrecht bleiben und so ließ sie ihn immer ganz traurig hängen. Mein Frauchen meinte, eine Operation würde helfen. Holly wohnt bei meinem Freund Erik-sohn und den Schäfinnen. Die kennen Frauchens Fähigkeiten bei Plüschtier-OPs. Frauchen musste sich schon einmal um ein schwer verletztes Schafsbein kümmern. Und ich hatte schon einmal eine Schwanz-Transplantation notwendig. Jetzt hat sie sich auch um die Häsin gekümmert. Erst in der Waschmaschine im Wollprogramm desinfiziert. (Schrecklicher Anblick! Ich war voll Mitleid!) Danach einige Zeit getrocknet und dann mit einer Portion Amaretto betäubt. Holly fand diesen Teil der Geschichte am besten. Sie behauptet sogar, weiße Kaninchen gesehen zu haben und hat die ganze Zeit gekichert. Die Operation selbst war sehr unheimlich.
Der Rücken wurde aufgeschnitten und Frauchen fummelte in Hollys Innerem herum. Nach einer Weile hat sie begonnen, ganz viel weißes Zeug in Holly reinzustopfen. Holly wurde ganz schön mollig davon. Aber das Halsproblem war danach beseitigt. Die Häsin wollte dann eine Abmagerungsdiät starten, aber Frauchen hat ihr versichert, dass das Halsproblem dann wiederkehren würde. Holly hatte ein bisschen Angst, was ihre Besitzer zu dieser Figuränderung sagen wurden. Ist aber alles gut gegangen. Gott sei Dank.

Mittwoch, 4. Juni 2008

kidnapping

So langweilig die Woche - so aufregend das Wochenende. Am Samstag durfte ich ausnahmsweise mein Frauchen zur Arbeit begleiten. Es wäre schon interessant genug gewesen, die ganze Nacht Züge beobachten zu können und zu sehen, wie mein Frauchen das Stellwerk bedient. Gegen 10 Uhr gab es zusätzlich ein Feuerwerk zu bestaunen. Außerdem ist es fein, den Weg zur Arbeit und wieder nach Hause mit einem Fahrrad durch die Felder zu fahren. Am Sonntag, nachdem mein Frauchen ausgeschlafen hatte, radelten wir zu meinen Freunden, den Plüschtieren von Frauchens Schwester. Sie freuten sich sehr, mich so bald wieder zu Besuch zu haben. Es war ziemlich heiß, so das wir die meiste Zeit auf einem Liegestuhl verbrachten und nur wenig spielten. So hatten wir genug Gelegenheit, einen Plan zu schmieden, wie wir es schaffen könnten, Erik-Sohn zu einem Urlaub bei mir zu Hause zu verhelfen. Er war schon zwei mal bei uns zu Gast und hat es jedes Mal sehr genossen. Er liebt seine Besitzer sehr und vermisst sie auch immer, aber er genießt es, in einem katzenfreien Haushalt mit mir zu spielen. Am Ende nützen wir eine Chance, die ein aufziehendes Gewitter bot und Erik-Sohn versteckte sich rasch in letzter Sekunde in Frauchens Radtasche. Die ganze Fahrt nach Hause musste ich immer wieder fröhlich kichern. Die beiden Schäfinnen mussten so lange dicht halten, bis wir in sicherer Entfernung waren, danach beichteten sie die Entführung. Schließlich sollten sich Erik-Sohns Besitzer nicht unnötig sorgen. Jetzt ist mein Freund bei mir. Wir tollen viel durch den Garten. Da kann man am besten spielen. Pfingstrosen Blütenbad zum Beispiel. Zaunklettern. Insekten beobachten. Mein Kumpel Bär hat Erik-Sohn eine lustige Spielhose geborgt. Damit schaut er wirklich noch süßer aus. Und Frauchen versorgt Erik-Sohn hervorragend. Er bekommt sein Lieblingsessen. Beeren, Salat, Gemüse und Obst. Hoffentlich bleibt mein Freund noch recht lange!

Dienstag, 20. Mai 2008

Kuscheln am Teich

Schon viel zu lange habe ich meine pelzigen Freunde Erik-Sohn den Elch und die Schafe Mitzi und Gretel vermisst. Jetzt konnte ich sie endlich wieder treffen. Das war natürlich wieder ein Blöken und Jauchzen! Alle haben mich umarmt. Leider bin ich ohne Arme genäht worden, also konnte ich mich nur an meine Freunde rankuscheln.
Meine Freunde zeigten mir ihren beachtlichen Gartenteich, in dem mehrere Molchsorten, Libellenlarven, Wasserkäfer und Wasserschnecken zu beobachten waren. Vor dem Teich gibt es eine Bank, auf der wir es uns gemütlich machen konnten. Es gab unglaublich viel zu erzählen. Zum Beispiel von den Geschichten der reisenden Plüschtiere, die ich immer auf einer Seite im Internet lese. Oder von den Salzbrezel, die mein Frauchen gebacken hat. Ja wohl. Man muss nicht unbedingt aus Bayern sein, wenn man Brezel mag. Die von meiner Besitzerin sind sehr gut. Ich hab meinen Freunden gleich welche zum Kosten mitgebracht. Viel zu schnell mussten wir wieder nach Hause fahren. Ich hatte heimlich gehofft, einer meiner Freunde würde mich begleiten....Fehlanzeige. Ihre Besitzer haben viel zu gut aufgepasst. Sie konnten nicht einmal versuchen, sich in eine der Radtaschen zu schmuggeln. Heute wollten wir eigentlich eine größere Radtour starten, aber es regnet in Strömen. Was für eine Enttäuschung!In so einem Fall ist ein im Ofen gebackener Käse ein guter Trost.