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Freitag, 28. Januar 2011

Am Kaiserkogel

Überall war graue Nebelsuppe. Überall? Nein. Herrchen hat über Internet einen Ort ausfindig gemacht, wo strahlender Sonnenschein ein breites Lächeln auf ein Plüschtiergesicht zaubern kann. Also rein ins Auto und nichts wie dorthin. Der Kaiserkogel liegt in der Nähe von Eschenau. Wir fuhren zu einem Parkplatz in der Nähe und dann gingen meine Besitzer zu Fuß. Wir Plüschtiere (Erik-Sohn, die kleine Maus und ich) ließen uns bequem tragen. Es war wirklich schön sonnig, aber die Aussicht war leider auf ein Nebelmeer mit einigen herausragenden "Hügelinseln" und Windrädern. Am Wegrand waren alte Obstsorten ausgeschildert. Sehr interessant fand ich den Kasapfel und die Speckbirne. Was für vielversprechende Namen! Es gab auch ein Dörrhaus und einen Bauern, der die gedörrten Früchte und Obstschnaps und Saft im Angebot hatte. Nach einer gewissen Zeit zweigte vom asphaltierten Weg ein Feldweg zur Hütte ab, und dieser war komplett vereist. Frauchen wusste sich zu helfen und hat Schneeketten an die Stiefel befestigt. Herrchen ist ziemlich geschickt und hatte kaum Schwierigkeiten. Und wenn doch, dann ist er vom Weg abgewichen und über den Schnee. Am Gipfel des Kaiserkogels steht eine Schutzhütte, bei der wir in der Sonne einen Tee getrunken haben. In der Hütte haben die anderen Wanderer gefuttert, was das Zeug gehalten hat, aber wir waren garnicht neidig, so schön war es heraußen. Wir haben beschlossen, dass wir in der warmen Jahreszeit auch einmal hierher kommen.

Montag, 25. Oktober 2010

Frauchen ist ein Weichei

Wir haben so viele Ausflüge gemacht,und mein faules Frauchen schreibt einfach nicht darüber. Wir waren in der Burg Rapottenstein, wo Herrchen sich mit einem in eine Ritterrüstung gehülltem Skelett keinen Schwertkampf geliefert hat. Herrchen ist nämlich zu klug. (Das Skelett hat sicher einige gemeine Tricks drauf. Es grinste so verdächtig). Richtig schöne Burg, aber das Gefängnis war so unheimlich, dass sich Frauchen gegraust hat. Und auf der Ruine Kollmitz. Die ist riesengroß und man kann überall herumklettern. Erik-Sohn fand das schön spannend - und ganz schön mühsam. Aber ein toller Spaß. An dieser Ruine kamen wir auch bei einem noch abenteuerlichen Ausflug vorbei. Wir Plüschtiere durften mit, als meine Besitzer mit dem Kanadierkanu ein Stück auf der Thaya paddelten. Das war vielleicht aufregend! Bei jeder Stromschnelle hat Frauchen zu schwitzen begonnen, und Erik-Sohn und ich (allerdings, wie man zugeben muss, aus einer wasserdichten Box heraus) haben über jede Stromschnelle gejubelt. Der Bootsausflug war fabelhaft! Wunderschöne Natur, hauptsächlich ruhiges Wasser und das beste Wetter. Aber seither glauben wir, das Frauchen ein Weichei ist.

Donnerstag, 1. Juli 2010

Heizhaus Srasshof

Endlich war der Zaun so weit fertig, dass wir einen größeren Ausflug gemacht haben. Immerhin war schon Pfingsten und das schönste Wetter. Wir fuhren in das Eisenbahnmuseum Stasshof, wo es eine riesige Halle für Dampflokomotiven und andere Eisenbahnfahrzeuge gibt. So eine Dampflok ist unglaublich riesig! Außerdem muss man als Plüschtier sehr aufpassen, dass man sich nicht schmutzig macht. Schmieröl oder Ruß auf meinem Pelz...also das würde ich garnicht wollen!!! Wenn man ein vorsichtiges Kuscheltier ist, wird man einen Ausflug hierher aber sicher nicht bereuen. Wir durften auf die Loks steigen, alles ganz genau ansehen, und Lokführer spielen. Viele Loks können noch richtig fahren. Außerdem gab es noch einige modernere Loks, Scheeräumfahrzeuge, Wagons, Tresinen - eine durfte Erik-Sohn ausprobieren- ein Museum mit Fotos und Gegenständen und verschiedene Modelleisenbahnen. Nicht nur in der großen Halle. Auch im Freien. Leider waren da auch einige alte Loks, die in so schlechtem Zustand waren, dass selbst eine Plüschmaus fürchten muss, durch den rostigen Boden zu brechen. Man hat meinem Frauchen erzählt, dass es Jugendliche gibt, die so dumm sind, dass es ihnen Spaß macht, in der Nacht mit Steinen die Fenster der Wagons einzuwerfen. Schockierend!

Sonntag, 28. Juni 2009

Mendlingtal u.a.

Frauchen und ich,wir sind wieder zu Hause. Und mein Freund Erik Sohn ist auch zu Besuch. Wir haben viele kleine Ausflüge und Spaziergänge gemacht. Zu einem Hirschgehege, um Erik Sohns Verwandte zu sehen. In den Wald. Auf den Spielplatz. Zu Wild- und Hausschweinen. Wir trafen einen Igel. Wir haben am Bach gespielt, in der Wiese und im Garten. (Bei einem Ausflug haben wir eine Schlange abgehalten, einen Frosch zu fressen. Der Frosch war sehr froh, die Schlange nicht.) Es war richtig toll, auch wenn Frauchen in den ersten Wochen noch nicht mit dem Fahrrad gefahren ist und im Krankenstand nur bis 4 Uhr ausbleiben durfte. Sie wollte auch lang schlafen und am besten auch zu Mittag ein Nickerchen halten...viel Arbeit für ihre Plüschtiere. Der beste Ausflug war ins Mendlingtal. Das ist an der Grenze von Niederösterreich zur Steiermark, in der Nähe vom Ötscher. Im Mendlingtal gibt es einen ganz klaren Bach, der an manchen Stellen türkisblau ist. Auf diesem Bach wird regelmäßig Holz gedriftet. Es gibt überall Stege und Brücken entlang und über den Bach, der sich durch die Felsen schlängelt. Die Vegetation ist manchmal wie in der Au, manchmal fast wie im Hochgebirge. Es gab immerhin eine Almrauschpflanze. Erik-Sohn rastete in einem Huflattichblatt und es duftete nach Waldmeister und Lindenblüten. Es war einfach toll, über die Holzwege zu laufen und auf dem vorbereiteten Driftholz herumzuklettern. Wir waren auch in ein paar Lohhütten. So nennt man Hütten, deren Wände und Dach aus Rinde gemacht sind. Innen sind Bänke, die man auch als Pritschen nützen kann, mit einer Feuerstelle in der Mitte. In Lohhütten haben in früheren Zeiten Holzknechte gekocht und geschlafen. Wir wanderten also durch dieses hübsche Tal. Nahe einer Quelle stand eine Mühle. Der Müller und sein Hund waren gerade da und es wurde Getreide gemahlen. Wir haben alles genau betrachten dürfen und einige Souveniers gekauft. (Mehl, Gries und Honig.)In einer Mühle ist es sehr laut und voll Mehlstaub. Es gab aber auch eine kleine Kammer, die mit ihrem Ofen/Herd und dem einfachen Schlafplatz richtig kuschelig aussah. Am Ende der Wanderung begann es zu regnen. Wir retteten uns in ein Wirtshaus, wo man und sehr bodenständiges Essen servierte. Kaspressknödelsuppe, Schafsfrischkäse und Holzhackersterz. Frauchen war sehr zufrieden. Danach hörte es tagelang nur ganz selten zu regnen auf. Wenn ich nicht Erik-Sohn zum Spielen da gehabt hätte, währe es fad gewesen. Übrigens...Bär hat sich sehr über den Honig gefreut. Und die kleine weiße Maus ist keine Konkurrenz sondern sehr lieb. Letztens habe ich sie beim Saunagang fotografiert obwohl sie noch ein bißchen schüchtern ist.

Mittwoch, 25. Februar 2009

Aquadome

Es hat an dem Tag, als wir nach Tirol fahren wollten, heftig geschneit. Schöner, pappiger Schnee. Den wollte ich schon lange, damit ich einen Schneemann bauen kann. Bisher war es nämlich immer so eiskalt, dass der Schnee zu locker war. Ich war ganz glücklich, als mir meine Besitzerin geholfen hat, eine Schneemaus zu errichten. Der Urlaub in Tirol war ein ganz schöner Reinfall. Frauchen hat mich nirgendwo hin mitgenommen. Nicht auf die Spaziergänge und nicht zum Essen mit den Verwandten. Schon gar nicht in das große Schwimmbad, das Aquadome heißt. Dabei hat sie davon sehr geschwärmt. Dass sie in riesigen Schüsseln mit Sole oder schwefelhältigem Heilwasser geschwommen ist, große, warme Becken mit Sprudeln, Wasserfällen, Gegenstromanlage,Sauna, Wasserrutsche, Solarium...Ich finde das nicht so toll. Besonders "schwefelhältig" klingt irgendwie verdächtig. Aber mich im Hotel zurückzulassen war auch nicht gerade nett, oder? Jedenfalls war ich beleidigt und hab sie am nächsten Tag schon um 3 Uhr in der Früh aufgeweckt. Sie hat sich dann auch bereit erklärt, mir die Gegend zu zeigen. Wunderschön. Ganz hohe Berge, Felsen, Wasserfall(gefroren), schöne Häuser. Auf der Fahrt nach Hause musste ich nicht wie bei der Hinfahrt im Koffer sitzen. Ich durfte aus dem Fenster gucken. Nach 5 Stunden waren wir zu Hause. Katastrophe! Mein Garten war verwüstet! Es hat noch so viel schweren Schnee geschneit, dass mehrere Bäume große Äste verloren haben. Auch der Marillenbaum. Der Marillenbaum ist für meine Besitzer besonders wichtig, denn wir brauchen ihn für Marillenmarmelade. Jetzt ist er nur noch halb so groß wie voriges Jahr!

Mittwoch, 12. November 2008

Ausflug nach Kirchberg a.d.P.

Während mein Freund Erik-Sohn seine Arbeit bei seinen Besitzern wieder angetreten hat, verbrachte ich einige Herbsttage in Haus und Garten. Die Natur ist im Oktober ja wirklich bunt und schön. Also haben meine Besitzer einen Tag Mitte Oktober gewählt, um mit mir nach Kirchberg zu fahren. Mit der Schmalspurbahn! Juhuu! Natürlich habe ich die ganze Fahrt aus dem Fenster geschaut. Um Kirchberg herum kann man gut spazieren gehen. Das Laub unter den Füßen meiner Besitzer hat geduftet und geraschelt. Es war ganz warm, so, dass sie immer wieder eine Bank benützt haben, um sich in aller Ruhe die Sonne auf die Nase scheinen zu lassen und den Ausblick zu genießen. Unter anderen kamen wir bei einem interessanten Schau-Bienenkasten vorbei. Nach ein paar Stunden konnten wir feststellen, dass man in Kirchberg auch ausgezeichnet essen kann. Herrchen wählte mir zu liebe ein Salatgericht mit Käse. Was Frauchen bestellte, kann ich aus Rücksicht auf ein paar mir bekannte Plüschtiere leider nicht schreiben. (An dieser Stelle: Liebe Grüße an meine Plüschfreunde!) Als Nachtisch gab es Parfait mit Gelee der Cornellkirsche. (In dieser Gegend das als "Dirndl" bezeichnete lokale Obst). Meine Besitzer fanden auch den Ort (Kirchberg an der Pielach) selbst sehr attraktiv. Das Schloss, die Kirche, die Häuser...auch die modernen Sachen wie der Fischbrunnen im Schlosspark haben vor allem Frauchen sehr gefallen. Schade, dass bei dem das Wasser schon abgelassen war. Aber wir kommen sicher wieder. Vielleicht hat dann auch die Modellbahnanlage offen.