Montag, 25. Oktober 2010

Frauchen ist ein Weichei

Wir haben so viele Ausflüge gemacht,und mein faules Frauchen schreibt einfach nicht darüber. Wir waren in der Burg Rapottenstein, wo Herrchen sich mit einem in eine Ritterrüstung gehülltem Skelett keinen Schwertkampf geliefert hat. Herrchen ist nämlich zu klug. (Das Skelett hat sicher einige gemeine Tricks drauf. Es grinste so verdächtig). Richtig schöne Burg, aber das Gefängnis war so unheimlich, dass sich Frauchen gegraust hat. Und auf der Ruine Kollmitz. Die ist riesengroß und man kann überall herumklettern. Erik-Sohn fand das schön spannend - und ganz schön mühsam. Aber ein toller Spaß. An dieser Ruine kamen wir auch bei einem noch abenteuerlichen Ausflug vorbei. Wir Plüschtiere durften mit, als meine Besitzer mit dem Kanadierkanu ein Stück auf der Thaya paddelten. Das war vielleicht aufregend! Bei jeder Stromschnelle hat Frauchen zu schwitzen begonnen, und Erik-Sohn und ich (allerdings, wie man zugeben muss, aus einer wasserdichten Box heraus) haben über jede Stromschnelle gejubelt. Der Bootsausflug war fabelhaft! Wunderschöne Natur, hauptsächlich ruhiges Wasser und das beste Wetter. Aber seither glauben wir, das Frauchen ein Weichei ist.

Donnerstag, 1. Juli 2010

Heizhaus Srasshof

Endlich war der Zaun so weit fertig, dass wir einen größeren Ausflug gemacht haben. Immerhin war schon Pfingsten und das schönste Wetter. Wir fuhren in das Eisenbahnmuseum Stasshof, wo es eine riesige Halle für Dampflokomotiven und andere Eisenbahnfahrzeuge gibt. So eine Dampflok ist unglaublich riesig! Außerdem muss man als Plüschtier sehr aufpassen, dass man sich nicht schmutzig macht. Schmieröl oder Ruß auf meinem Pelz...also das würde ich garnicht wollen!!! Wenn man ein vorsichtiges Kuscheltier ist, wird man einen Ausflug hierher aber sicher nicht bereuen. Wir durften auf die Loks steigen, alles ganz genau ansehen, und Lokführer spielen. Viele Loks können noch richtig fahren. Außerdem gab es noch einige modernere Loks, Scheeräumfahrzeuge, Wagons, Tresinen - eine durfte Erik-Sohn ausprobieren- ein Museum mit Fotos und Gegenständen und verschiedene Modelleisenbahnen. Nicht nur in der großen Halle. Auch im Freien. Leider waren da auch einige alte Loks, die in so schlechtem Zustand waren, dass selbst eine Plüschmaus fürchten muss, durch den rostigen Boden zu brechen. Man hat meinem Frauchen erzählt, dass es Jugendliche gibt, die so dumm sind, dass es ihnen Spaß macht, in der Nacht mit Steinen die Fenster der Wagons einzuwerfen. Schockierend!

Alles in Ordnung

Wie meine treuen Freunde und Fans wissen, habe ich einen Zahn. Einen einzigen, was für ein Nagetier nicht gerade viel ist. Natürlich wollte ich mich überzeugen, dess mit ihm alles in Ordnung ist, und so brachte mich Frauchen zum Zahnarzt. Naja...wir Plüschtiere haben ja keine richtige Krankenversicherung, also hat dann statt des Zahnarztes auch Erik-Sohn die Untersuchung durchgeführt. Irgendwie war das Gefühl, auf dem Behandlungsstuhl zu sitzen nicht so gut. Deshalb bin ich überzeugt, dass das Kuscheltier, dass dort für ängstlichere Patienten arbeitet, seht viel zu tun hat. Zum Glück ist mein Zahn noch sehr gut in Schuss. Kein Bohren oder Nähen notwendig. Bei Frauchen hingegen schon....

Tatü Tatü

Die nächsten Wochen verliefen für uns Plüschtiere eher ereignislos. Wir durften nicht oft hinaus, weil der Gartenzaun ausgetauscht wurde. Manchmal gab es frisch gebackenen Hefezopf oder ähnliche Leckereien. Ich war wirklich dankbar, dass Erik-Sohn da war und mit mir spielte. Dann wurde es doch wirklich lustig, weil Herrchen einen kleinen smart zum Geburtstag bekommen hat. Einen blauen. Gerade groß genug, dass Erik-Sohn darauf fahren kann. Tolles Spielzeug! Damit haben wir uns vergnügt, bis das Wetter so gut wurde, dass wir ein paar Radausflüge machen konnten. Meine Besitzer haben sich noch nicht wirklich an den Gedanken gewöhnt, auch einmal nur mit dem Auto wegzufahren.

Alles Gute!

Mein Freund Erik-Sohn war schon Wochen vor dem großen Tag ganz aufgeregt. Seine Besitzerinnen haben beschlossen, zu heiraten! Eigentlich war das ja keine soooo große Überraschung, weil sie ja schon seit so vielen Jahren zusammen leben, dass ihr Sohn schon das Haus verlassen hat, aber irgendwie war es vorher nicht möglich. Warum? Das geht über den durchschnittlichen Plüschtierverstand. Wie dem auch sei - Erik-Sohn hat mit Hahn Hochzeitslieder geübt. Er hat sein Gewand gebügelt und sein Mascherl gerade gestrichen. Er hat mich getröstet, weil mein eigenes Frauchen mich nicht mitnehmen wollte. (Ich habe mich schmollend unter dem Polster versteckt.) Dann ist er losgezogen, um dem Brautpaar zu gratulieren. Es war eine wunderschöne und auch lustige Feier. Mein Freund durfte ganz vorne neben seinen Frauchen sitzen. Er durfte die Urkunde ansehen und am Festmahl teilnehmen. Er hat sich wirklich mit seinen Besitzerinnen gefreut. Im Nachhinein noch einmal Alle guten Wünsche von Maus!

Samstag, 27. Februar 2010

neu und mausgrau

Was ist das? Galoppel Galoppel Galoppel Patsch? Ganz einfach. Die Geräuschkulisse, die man hört, wenn ein Plüschelch seiner Mäusefreundin zuliebe einen neuen Smart einem Elchtest unterzieht. Eigentlich fahren meine Besitzer lieber mit dem Fahrrad oder dem Zug, trotzdem hat sich Herrchen vor kurzem durchgerungen, den Führerschein zu machen und ein Auto zu erwerben. Natürlich wurde ich gefragt, welches ich am liebsten hätte. Ich sagte: "Ein kleines graues mit einer bunten Masche und einer Rückhaltevorrichtung für Plüschtiere." Offenbar hat es keines mit bunter Masche gegeben. Meine Besitzer haben jetzt einen Smart in grau und silber, mit roten Sitzen und einer Rückhaltevorrichtung für Plüschtiere. Leider ist die aber so tief unten montiert worden, dass sie wahrscheinlich hauptsächlich für Mineralwasserflaschen benützt wird. Man kann nämlich auch Getränke drin abstellen, wenn kein Plüschtier mitreist. Hoffentlich müssen meine Besitzer keine Strafe zahlen, wenn ich dabei erwischt werde, wie ich ohne Gurten im Auto sitze und aus dem Fenster schaue! Jedenfalls freue ich mich sehr auf die Ausflüge, die wir machen können. Erik-Sohn hat das Auto von außen und innen genau angeschaut. Er glaubt, es ist alles in Ordnung damit. Plüschelchtest bestanden, und keine Sorge...Auto und Elch blieben unbeschadet.

Sonntag, 10. Januar 2010

Unheimliche Gesellen

In den Bergen kann man großartige Winterspaziergänge machen. Durch tiefen, unberührten Schnee stapfen. Rundherum Wald, Bäche, Berge. Mein Kumpel Erik-Sohn hatte so viel Spaß, dass er am Schluss selbst fast wie ein Schneemann aussah. Gut, dass wir Hauben und Schals hatten und bald wieder ins Warme konnten. Am dritten Jänner wurden wir von lautem Knallen aus dem Schlaf gerissen. Vor dem Fenster tummelten sich unheimliche und beeindruckende Gestalten. Hexen und geisterhafte Wesen mit riesigen bunten Kopfputzen, an welchen Spiegel glänzten. Teufel und Dämonen mit gewaltigen Hörnern, die Erik-Sohn richtig beeindruckt haben. Leute mit Gewändern aus bunten Fetzen oder Tannenzapfen. Und einige trugen Tiere auf dem Kopf. Eine Gämse, einen Rehbock, einen Hirsch. Mit diesen Kopfputz haben sie sich im Kreis gedreht und sich sogar vor uns verneigt. So was haben der Elch und ich noch nie erlebt. Wir standen staunend am Fenster und beobachteten alles. Frauchen erklärte uns, dass diese Wesen so genannte Perchten sind, deren Aufgabe es ist, Finsternis und Böses zu vertreiben. Offenbar haben sie nicht besonders viel zu tun, denn sie müssen nur alle paar Jahre ein einziges Mal in Erscheinung treten. Nachdem diese unheimlichen Wesen weitergezogen waren, frühstückten wir und rüsteten uns für eine kleine Wanderung. Erik-Sohn wollte seine Bekannte, die Hirschkuh sehen, die im vergangenen Jahr gewaltig Eindruck auf ihn gemacht hat. Wir statten ihr einen kurzen Besuch ab und trafen unterwegs auch einen lustigen Schneemann. Außerdem kamen wir in eine Höhle, wo wir Kobold spielten. Schauen wir nicht richtig furchterregend aus? Und die Bergwelt ist einfach malerisch. Leider mussten wir uns am nächsten Tag von unserem Freund, dem kleinen Bären verabschieden und nach Hause fahren. Die Besitzer müssen wieder zur Arbeit.