Sonntag, 17. Mai 2009

Ruine und Hollunderkuchen

Heute war ich mit meinen Besitzern wieder mit den Fahrrädern unterwegs. Als wir an der Ruine einer Kirche vorbeifuhren, wollte mein Frauchen diese besichtigen. Ich durfte überall herumklettern. Die Kirchenruine war ein toller Abenteuerspielplatz mit einer großen Eiche in der Mitte. Auf einem Schild stand etwas äußerst merkwürdiges zu lesen: "Ab sofort ist die boshafte Beschädigung von Wüstlingen Verboten". Sehr verwirrend. Vielleicht war das alte Schild ja nicht mehr gut genug zu entziffern, aber da drängt sich doch die Frage auf....War es vorher erlaubt, Wüstlinge in boshafter Weise zu beschädigen? Wenn ja...war man dann nicht selbst ein Wüstling? Sehr merkwürdig. Ich habe es mir zu Hause in Frauchens Liegestuhl bequem gemacht und über das Problem nachgesonnen, während Frauchen einen Gugelhupf mit abgerebelten Holunderblüten gebacken hat. Ein Frühlingsgedicht, sage ich euch. Wirklich was besonderes. Ich wette, der kommt auf die Liste der Gerichte, die es jedes Jahr in der Saison gibt. So wie Akazien-Kaiserschmarrn, Bärlauchaufstrich und Hollerkoch.

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